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23.07.2026
Wie man in KI-Übersichten auftaucht
Suchprozesse im Web verändern sich
Die digitale Suche verändert sich rasant. Statt einer Liste von Links erhalten Nutzer heute oft fertige Antworten, die aus verschiedenen Quellen generiert werden. Für Unternehmen und Destinationen ist die Online-Auffindbarkeit entscheidend: Wie schafft man es, in KI-Antworten überhaupt noch aufzutauchen?
Fast alle Konsumenten suchen heute auf dem Internet. Deshalb ist es für Destinationen, Hotels und Restaurants entscheidend, online gefunden zu werden. Noch immer ist Google die grösste Suchmaschine, doch die Konsumenten befragen zunehmend ihre KI-Tools.
Der herkömmliche Suchprozess begann mit Eingaben wie «Hotel in Davos» oder «Pizzeria in Basel». Immer öfters verläuft er nun dialogorientiert mit Fragen wie «welches Skigebiet eignet sich für Familien mit kleinen Kindern» oder «wo kann ich in Paris in Gehdistanz zum Eiffelturm übernachten», woraus ein «Gespräch» entsteht, welches sich auf die Planung des Tagesablaufs, Tipps zum Transport oder Restaurantempfehlungen ausweiten kann.
Die Reisesuche basiert zunehmend auf Empfehlungen. Die Konsumenten suchen also nicht mehr nach einer Liste von passenden Websites, sondern nach konkreten Tipps. Die KI-Assistenten fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen und stellen diese dann zusammen.
Augenmerk auf die Online-Reputation
Um von den KI-Systemen empfohlen zu werden, müssen Unternehmensinformationen auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und auf den Social-Media-Kanälen einheitlich und leicht verständlich sein. Deshalb ist wichtig, was andere über uns in Medienberichten, Reiseführern oder auf Bewertungsportalen sagen. Eine klare Positionierung hilft: Betriebe, die sich verschiedenen Kategorien zuordnen lassen, werden von generativen Suchmaschinen als weniger relevant eingestuft.
KI-gestützte Suchumgebungen fassen Optionen schon in einem frühen Stadium des Buchungsprozesses zusammen. Je klarer und strukturierter die Geschäftsinformationen sind, desto eher wird das jeweilige Unternehmen aufgelistet. Es lohnt sich, spezifische Merkmale wie die Kinderfreundlichkeit, die Barrierefreiheit, klimatisierte Räume oder die Nähe zu Sehenswürdigkeiten hervorzuheben.
Da KI-gestützte Suchfunktionen Informationen aus verschiedenen Quellen beziehen, sollte man überprüfen, was Drittanbieter im Internet über die eigene Marke berichten. Informationen müssen möglichst widerspruchsfrei sein: Lassen sich auf dem Web verschiedene Telefonnummern oder stark unterschiedliche Beschreibungen finden, kann dies das Vertrauen in die Marke beeinträchtigen.
Es ist sinnvoll, die Kundenbewertungen auf dem Web zu verfolgen und diese auch zu beantworten. Mit Antworten auf negative Bewertungen lassen sich Unklarheiten beseitigen. Früher ging es darum, möglichst viele Besucher auf eine Seite zu bringen. Heute gewinnt die «Zitierfähigkeit» von Inhalten an Bedeutung.
Klare Strukturen
KI-Systeme greifen bevorzugt auf Inhalte zurück, die klar formuliert und logisch gegliedert sind. Inhalte müssen so aufgebaut sein, dass sie sich leicht zusammenfassen lassen. Präzise Absätze, Zwischenüberschriften, Listen zur Vereinfachung komplexer Themen und wiedererkennbare Muster helfen dabei.
KI-Systeme bewerten nicht nur Inhalte, sondern auch deren Herkunft und Glaubwürdigkeit. Zu den Vertrauenssignalen gehören regelmässig aktualisierte Inhalte, sichere Websites mit schnellen Ladezeiten und mobiler Optimierung, nachvollziehbare Autoren oder Unternehmensangaben. Je stärker eine Marke als vertrauenswürdig wahrgenommen wird, desto wahrscheinlicher wird sie als Quelle genutzt.
Trotz allem bleibt die herkömmliche Suchmaschinenoptimierung essenziell. Ohne gute technische und inhaltliche Basis wird eine Webseite weder in Google noch in KI-Systemen sichtbar. Doch die reine Suchmaschinenoptimierung (SEO) reicht nicht mehr aus, um maximale Reichweite zu erreichen.
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Dossier: Onlinevertrieb
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