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02.10.2026

«Poppy’s» startet im Terminal 1

Kochroboter am Flughafen Frankfurt

In Frankfurt am Main, am grössten Flughafen Deutschlands, werden Reisende künftig Gerichte aus einer autonomen Roboterküche erhalten.

Frisch zubereitetes Essen, das genau dann verfügbar ist, wenn Reisende es brauchen: Das Hamburger Food-Tech-Unternehmen goodBytz, die Firma Casualfoods und die Flughafenbetreiberin Fraport bringen autonome Küchenrobotik an den Frankfurter Airport.

Im Terminal 1 wird demnächst an zwei Standorten das Food-Konzept «Poppy’s» lanciert. Im Mittelpunkt steht eine autonome Küche von goodBytz, die Gerichte frisch vor Ort zubereitet. Die Technologie übernimmt dabei wesentliche Prozesse von der Zubereitung bis zur Ausgabe. Nach Herstellerangaben ist die Qualität auch bei hohen Frequenzen gleichbleibend.

Wo Geschwindigkeit und Verfügbarkeit zählen

Flughäfen stellen besondere Anforderungen an gastronomische Konzepte: Passagierzahlen und Nachfrage schwanken über den Tag, Zeitfenster sind oft kurz und gleichzeitig erwarten Reisende eine grosse Auswahl und hohe Qualität. Automatisierte Küchen können hier neue Möglichkeiten schaffen.

«Ein Flughafen ist für uns einer der spannendsten Einsatzorte für autonome Küchenrobotik. Hier treffen hohe Frequenz, unterschiedliche Tageszeiten und der Wunsch nach schneller Verfügbarkeit aufeinander», sagt Dr. Hendrik Susemihl, Co-Founder und CEO von goodBytz.

Poppy’s übersetzt die Technologie in ein zugängliches Food-Konzept. Statt die Robotik in den Vordergrund zu stellen, soll ein Ort entstehen, an dem sich Reisende unkompliziert etwas Frisches holen können.

Der Name unterstützt diesen Gedanken: Poppy’s soll der automatisierten Küche eine eigene Persönlichkeit geben. Unter dem Claim «Eat well. Repeat.» soll daraus ein Konzept werden, das sich in unterschiedliche Reisemomente einfügt: vor dem Abflug, zwischen zwei Terminen, während einer längeren Wartezeit oder nach der Landung.

Während sich der erste Poppy’s-Standort im Ankunftsbereich befindet, wird der zweite Standort hinter der Sicherheitskontrolle liegen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zeigen, wie autonome Küchenkonzepte in hochfrequentierten Travel-Umgebungen eingesetzt werden können und welche Anforderungen Reisende an das Angebot stellen.

Das Hamburger Food-Tech-Unternehmen goodBytz will autonome Küchenrobotik dort einzusetzen, wo klassische Gastronomie aufgrund von hoher Frequenz, wechselnder Nachfrage und langen Betriebszeiten besonders anspruchsvoll ist.

Robotik, Software und kulinarische Expertise sollen ermöglichen, Essen automatisiert und skalierbar zuzubereiten. Es gibt bereits Einsatzorte im Travel- und Retail-Bereich, in Bildung und Versorgung sowie im Defense-Umfeld.

Zu den Gerichten, die Kochroboter auf Bestellung frisch herstellen, gehören üblicherweise Pasta, die in den automatisierten Pfannen mit Saucen geschwenkt wird, aber auch Reisgerichte aus dem Wok oder Bowls und Curries.

Bild: goodbytz.com


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