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12.02.2026

Süsskartoffel im Trend

Orange Knolle mit süsslich-nussigem Aroma

Die Süsskartoffel hat sich im vergangenen Jahrzehnt zu einem Trendgemüse entwickelt. Die leicht mehlige Knolle mit süsslichem bis fein-nussigem Aroma wird besonders gerne als knusprige Pommes oder cremiges Püree serviert. Darüber hinaus gibt es in der Küche noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten – etwa in Salaten, Suppen, Pasta-Gerichten, süssen Desserts und Kuchen.

Ursprünglich stammt die Süsskartoffel (Ipomoea batatas), auch Batate genannt, aus Mittel- und Südamerika und gilt in vielen Regionen der Welt als wichtiges Grundnahrungsmittel. Die Pflanze bildet lange Ranken mit tiefgrünem Laub und entwickelt später zart rosafarbene Blüten.

Trotz ihres Namens ist die Süsskartoffel mit der heimischen Kartoffel nicht verwandt: Während diese zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) zählt, gehört die Süsskartoffel zur Pflanzenfamilie der Windengewächse (Convolvulaceae). Zwar bilden beide Pflanzen unterirdische Knollen, aber bei der Süsskartoffel sind sie grösser, länglicher und unregelmässiger geformt.

Die «Süsskartoffel» liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, Kohlenhydrate und sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide und Anthocyane. Darüber hinaus enthält sie Mineralstoffe wie Kalium und Zink sowie Vitamine, darunter B-Vitamine, Vitamin C und E.

Auf dem europäischen Markt ist «Beauregard» eine der häufigsten Sorten. Sie zeichnet sich durch eine orange-braune Schale und orangefarbenes Fleisch mit feinsüßlichem Aroma aus. Daneben gibt es zahlreiche weitere Sorten mit violetter, rosa- oder beigefarbener Schale und weissem, gelbem oder violettem Fleisch.

Beim Einkauf auf feste Knollen mit unversehrter Schale achten, die nicht keimen. Süsskartoffeln mögen es trocken, dunkel und nicht zu kalt. Ideal sind Lagertemperaturen um die 12 bis 15 Grad Celsius, so halten sie sich mehrere Wochen lang.

Süsskartoffeln sind mittlerweile ganzjährig im Handel verfügbar und werden etwa aus den USA und Ägypten, Portugal und Spanien eingeführt. In geringen Mengen wird das Gemüse inzwischen auch in Deutschland angebaut, zum Beispiel am Bodensee oder in Niedersachsen. Aus Nachhaltigkeitssicht ist heimische oder europäische Ware in Bio-Qualität die beste Wahl.

Allerdings handelt es sich beim heimischen Anbau meist noch um eine Nischenkultur auf wenigen hundert Hektar. Meist sind es Bio-Betriebe, die das Gemüse auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen anbieten.

Die Pflanzen werden aus Stecklingen gezogen, sind kälteempfindlich und benötigen viel Licht, Wasser und leichte Böden. Auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon ist ein Anbau an einem sonnigen, warmen Platz ab Mitte Mai problemlos möglich – etwa im Hochbeet, im Gewächshaus oder in einem grossen Kübel.

Heike Kreutz / bzfe


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